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    Säulen der Abstinenz

    Für eine stabile Abstinenz sind drei Säulen wichtig. In der Adaption werden wir Sie in allen drei Lebensbereichen unterstützen:

    1. Ihrer beruflichen (Re)-Integration
    2. Dem Aufbau eines abstinenten, Sie erfüllenden sozialen Lebens (Rekreation)
    3. Der Nachsorge, wozu auch das Finden der passenden Wohnung gehört


    Berufliche Integration

    In Kooperation mit dem BFW werden wir Standards aus der Leistungsdiagnostik der beruflichen REHA vorbereitend in Anspruch nehmen, um mit Ihnen eine realistische, an den heutigen Anforderungen des Arbeitsmarktes angepasste, Ressourceneinschätzung zu entwickeln, um mit Ihnen einen Behandlungsplan zu erstellen. Bestandteil des Behandlungsplans sind passgenaue Förderungen. Sie werden ein realistisches Selbstbild von Ihren Fähigkeiten und Ressourcen erhalten, was Ihre Integrationschancen deutlich verbessern wird.

    Über die enge Kooperation mit der Agentur für Arbeit werden wir einen mit Ihnen und der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter abgesprochenen Integrationsplan entwickeln und ebenfalls schon in der Adaptionsphase mit den ersten Schritten beginnen, diesen Plan umzusetzen. So wird in der Adaption eine stabile, Sie unterstützende Struktur aufgebaut, die Ihren Erfolg, abstinent leben zu können, deutlich erhöhen wird.



    Soziale Integration

    Um die zweite Säule der Abstinenz zu stärken, bieten wir ein Basisprogramm mit Gruppen- und Einzeltherapie, Bilanzgruppen zur Reflexion Ihrer Weiterentwicklung, Indikationsgruppen, in denen einzelne Fähigkeiten trainiert werden, Rekreationsgruppen in der Sie ein zufriedenstellendes Freizeitverhalten entwickeln können, an. Ihre Fähigkeiten sollen hier gefördert werden und entstehende Schwierigkeiten werden gleich, mit unserer Unterstützung, gelöst. Sie werden die Möglichkeit haben, sich in Ihren Wünschen und neuen Ideen auszuprobieren, um sie dann an die reale Lebenssituation anzupassen.



    Nachsorge

    Die Selbsthilfegruppen „Return“ und der „Kreuzbund“ werden in der Adaption wöchentlich eine Gruppenstunde abhalten. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, sich während der Adaption in eine zu ihm passende Selbsthilfegruppe zu integrieren. Näheres dazu finden Sie unter dem Punkt Selbsthilfegruppen.

    Des Weiteren werden wir mit Ihnen besprechen, welche Form der Suchtnachsorge oder Weiterbehandlung für Sie empfehlenswert ist und ob gegebenenfalls ein darüber hinaus gehender Behandlungsbedarf, wie z. Beispiel eine ambulante Psychotherapie (Krankenkassenleistung) vorliegt.

    Sie sollten eine Anbindung an einen Hausarzt haben. Bei Menschen mit einem weiteren seelischen Leiden ist es uns wichtig, dass Sie einen Psychiater finden bzw. eine Anbindung an eine psychiatrische Ambulanz oder ein Krankenhaus haben.

    Für die unterschiedlichen sozialen Probleme, bei denen Sie Unterstützung benötigen, werden wir mit Ihnen eine individuelle Anbindung an ein entsprechendes Hilfesystem besprechen.